Rojava gemeinsam gegen die dschihadistischen Angriffe verteidigen!

Stellungnahme von KON-MED, 20.01.2026

In Rojava läuft ein koordinierter Angriff auf die kurdische Selbstverwaltung. Dschihadistische Milizen, unterstützt von der Türkei und unter Befehl der selbsternannten islamistischen Übergangsregierung Syriens, greifen nach tagelangen Angriffen auf Aleppo nun Städte wie Kobanê, Raqqa und Hesekê an. Ziel ist die Zerschlagung Rojavas! Der Demokratische Konföderalismus, wie er in Rojava aufgebaut wurde, steht für basisdemokratische Selbstverwaltung, Geschlechtergerechtigkeit, ökologische Verantwortung und das friedliche Zusammenleben ethnischer und religiöser Gruppen. Kobanê, das 2015 durch kurdische Kämpfer*innen aus den Fesseln des IS befreit wurde, ist nun erneut umzingelt – Erinnerungen an 2014 werden wach. Die selbsternannte syrische Übergangsregierung ließ in den vergangen Tagen zudem Tausende IS-Kämpfer aus den Gefängnissen frei – das ist eine weltweite Bedrohung!

Es gibt Berichte über Enthauptungen, Entführungen, sexualisierte Gewalt. Parallel läuft ein Informationskrieg: gezielte Desinformation soll verwirren, Berichterstattung erschweren und internationale Reaktionen verzögern.

Warum betrifft uns das?

Weil Rojava ein Hoffnungsträger ist. Weil Rojava für ein alternatives Gesellschaftsmodell steht: basisdemokratisch, feministisch, ökologisch und multiethnisch. Der Demokratische Konföderalismus, wie er dort praktiziert wird, stellt autoritäre Herrschaft, Nationalismus und patriarchale Gewalt infrage. In einer Region voller Repression und Krieg verteidigt Rojava Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und kollektive Teilhabe. Das macht Rojava zum Ziel der Angriffe. Unsere Solidarität und aktive Unterstützung sind deshalb eine politische Notwendigkeit!

Die kurdische Bewegung hat über Jahre hinweg islamistische Milizen bekämpft – mit einem hohen Preis. Über 20.000 Menschen ließen bei der Verteidigung von Rojava ihr Leben. Die kurdische Bewegung hat in Rojava Strukturen geschaffen, in denen Schutz, Teilhabe und Demokratie gelebt werden. Genau deshalb droht nun Rache der Türkei und Al-Sharaas.

Kurdistan ist eins, die Kämpfe sind verbunden!

Aus allen Teilen Kurdistans strömen Menschen derzeit mutig nach Rojava und schließen sich dem Widerstand an. In ganz Rojava haben sich die Menschen bewaffnet und stellen sich den Dschihadisten aus aller Welt entgegen. Auch in Europa füllen sich die Straßen mit Protesten. Kurd*innen haben der Welt schon einmal gezeigt: Sie sind Hoffnungsträger*innen und sie beweisen es auch heute.

Unsere Antwort: Solidarität. Öffentlichkeit. Politischer Druck.

Was du tun kannst:

Schreibe an Abgeordnete – fordere Waffenstillstand, Schutz der Zivilbevölkerung, humanitäre Hilfe, Aufklärung von Kriegsverbrechen. Fordere ein Ende der deutschen Unterstützung für Akteure, die dschihadistische Milizen dulden. Schaffe Öffentlichkeit: Leserbriefe, Redaktionen, soziale Medien. Unterstütze direkt: Spende an Heyva Sor a Kurdistanê. Organisiere Mahnwachen, Infoabende, Soli-Konzerte. Stehe den Betroffenen bei. 

In Rojava wird die Menschlichkeit verteidigt!

Wenn Rojava fällt, dann fällt ein Versprechen. Wir werden Rojava gemeinsam verteidigen! Rojava ist nicht allein!